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20.Dezember 2009: Kurz vor Weihnachten

Das Leben kam zum Stillstand. Es war Sonntag und jene Tage sind unspektakulär in Arabischen Ländern, und wir hatten nur noch ein paar Tage bis Weihnachten. Weihnachten ist natürlich kein arabischer Feiertag, aber erstaunlicherweise feiern die Tunesier auch Weihnachten, nicht alle, aber sehr sehr viele. Es gab sogar Weihnachtsdekoration, aber nicht die Einkaufshektik wie in Europa einige Tage vor dem Fest. Wir blieben am Campingplatz und genossen die Ruhe – am Morgen mussten wir das Auto wieder in die Peugeot Werkstatt bringen.

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19.Dezember 2009: Ein Ausflug nach Matmata

Schließlich sind die Einspritzdüsen eingetroffen. Ich war wirklich froh, auch die anderen, denn nun war unser Märtyrium endlich yu Ende – so hofften wir. Da es Samstag war mussten wir bis Montag auf die Peugeot Werkstätte warten. Wir beschlossen nach Matmata zu den Höhlenwohnungen zu unternehmen. Wir nahmen den Bus vom Busbahnhof.

Die Höhlen sind wirklich beeindruckend. Man mag gar nicht glauben, daß es heute immer noch Menschen gibt, die in Höhlen leben. Tzpischerweise wurde ein rießiges Loch in den Boden gegraben. Am Fundament des Loches wurden Röhren in die Seitenwände gegraben. Manche der Höhlen sind untereinander zu ganzen Wohnungen verbunden. Es gibt sogar ein Höhlen-Hotel in Matmata, das als Kulisse für den Film Star Wars diente

Das Hotel Sidi Driss diente als Haus für Luke Skywalker auf dem Planeten Tatooine im Star Wars Film. Noch heute sieht man Teile der alten Kulissen. die Landschaft rund um die Höhlen ist fantastisch. Wir geniesen die herrliche Aussicht und warten auf den Bus, der uns zurückbringt nach Gabes. Am Abend gab es wieder herrlich Gegrilltes.

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18.Dezember 2009: Ein Trip durch die Oase von Gabes

Am Morgen entschieden wir, anstatt herumzuhängen, eine Kutschfahrt durch die Oase von Gabes zu unternehmen. Es ging nur mit Kutsche, denn unser Auto war nicht fahrbereit. Zu Fuß ging es yur Busstation, von wo die Kutschen losfahren. Aber vorerst mussten wir ein Hähnchen Sandwich essen (Bodo ist ein wahrer Fan) und bald hatten wir mit einem Kutscher den Preis vereinbart. Er war ein lustiger Kerl, sprach Deutsch und sein Lachen war atemberaubend mit sein Zahnlücken. Die zweite Kutsche nahmen Bodo und Bine. Die Luft war warm, der Tag sonnig und so vergessen wir unsere Sorgen und fahren durch die Oase. Der Kutscher zeigte uns das Bewässerungsystem, Dattelplantagen und Felder auf denen Henna wächst. Es ist eine hellgrüne Pflanze und man würde nie erwarten, dass diese Pflanze das Pulver in sich hat, das Hände und Haare färbt. Wir hatten Spaß mit dem Kerl und nach zwei Stunden war der Trip zu Ende. Auf unserem Weg zurück yum Campingplatz kehrten wir in ein Straßencafe ein und beobachteten das Leben hier. Am Campingplatz grillten wir und schmiedeten Pläne bis spät in die Nacht.

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15.-17.Dezember 2009: Nichts als Warten

Wir verbrachten die Tage mit Warten auf die Ersatzteile.

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14.Dezember 2009: Neue Freunde

Am Nachmittag kamen Bine und Bodo zurück und wir saßen zusammen bei Kaffee. Wir plauderten und Bodo erzählte uns, dass sie auch schon überlegt hatten, Afrika zu durchqueren und das wir dies doch zusammen machen könnten. Wir verstanden uns sehr gut und hatten immer Spaß miteinander, so sprach gar nichts gegen diesen Vorschlag. Da sie planten, nur drei Monate in Tunesien zu bleiben, mussten sie natürlich einige Dinge organisieren, da sie ja für einen längeren Trip nicht vorbereitet waren. Aber da sich unser Auto keinen Milimeter bewegte hatten sie genug Zeit allees zu organisieren. Das einzige Limit war, dass wir im Juni wieder zurück sein mussten, da Alexandra wieder mit ihrer Arbeit beginnen musste. Bodo und Bine hatten kein Zeitlimit, sie konnten solange unterwegs sein, wie ihr Geld reichte. Sie wollten den Plan noch überlegen. Am Nachmittag ging ich zum Truck der beiden und sie sagten mir, dass sie sich entschieden haben und wir machen den Trip gemeinsam. Unsere Freude war groß, weil sie nette Leute sind und es sicher lustig ist, gemeinsam zu reisen. Wir setzten uns zusammen und feierten die Entscheidung und besprachen die Route und wie wir alles organisieren, vorausgesetzt unser Auto fährt wieder.

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13.Dezember 2009: Ein Licht am Ende des Tunnels

Am frühen Morgen fuhren wir in die Garage. Wir waren begeistert, weil das Auto startete, aber als wir am Weg waren, blieb es erneut stehen. Das selbe Problem, wie schon zuvor. Irgendwie schafften wir es noch bis zur Werkstatt, und dort vermutete man, dass es ein Druckschalter sei. Zufällig hatten die einen der passte. 300 Dinar, sie tauschten den Druckschalter gegen den, der auf der neuen Pumpe war. Ich war skeptisch, dass der Schalter auf der neuen Pumpe kaputt sein sollte, aber man weiß nie. Wir gingen auf Probefahrt, Fauci kam mit uns. Nach 15 km kehrten wir um, schien als ob es jetzt funktionieren würde, immerhin fuhr das Auto 30 kilometer. Die Gruppe war schon bei der Werkstatt angekommen, wir montierten noch schnell den Unterfahrschutz, nun waren wir bereit für die Abreise, endlich nach so vielen Problemen. Wir verließen Gabes Richtung libyscher Grenze. Plötzlich nach einigen Kilometern stoppte das Fahrzeug erneut, das gleiche wie immer. Nichts ging mehr. Die Gruppe blieb auch stehen, wir verabschiedeten uns, sie fuhren weiter nach Libyen und wir hoppelten zurück nach Gabes. Wir waren verzweifelt. Ich bezweifelte, dass wir je weiter fahren können und war bereit nach Europa zurückzugehen und unsere Pläne Afrika zu druchqueren zu verschieben. Ein Traum war gestorben. Wir hoppelten zurück zum Campingplatz. Wir setzten uns ins Cafe und überlegten, was wir tun könnten. Fauci kam vorbei mit dem Chef der Peugeot Garage, wir sollten morgen nochmal kommen, sie wollten es sich nochmal anschauen, vielleicht sind die Einspritzdüsen die Ursache, es war das einzige in der Kette was noch nicht getauscht wurde. Wir saßen im Auto und tranken wein, ich wundere mich, dass wir keine Alkoholiker geworden sind. Plötzlich kam ein SMS von Bine und Bodo, dass sie morgen von Douz zurück kommen wollten nach Gabes um uns zu sehen. Wirklich liebe Leute!!!

12.Dezember 2009: Ersatzteil vom Flughafen

Das Paar aus Berlin brach nach Douz auf. Wir tauschten Telefonnummern aus und sie wünschten uns Glück mit unserer Pumpe. Am Morgen fuhr ich mit Renate nach Djerba. Alexandra blieb hier und organisierte den Transport des Buses in die von Fauci organisierte Garage.

Renate und ich fuhren mit ihrem Landcruiser nach Djerba. Wir mussten die Fähre nehmen und dann noch einige kilometer zum Flughafen. Als wir ankamen war das Flugzeug bereits gelandet. Wir gingen zum Zoll, aber die Beamten sagten, sie hötten kein Paket aus Deutschland. Wir gingen zum Depot wo Pakete normalerweise gelagert sind, aber es war bereits geschlossen. Wir gaben die Hoffnung fast auf, das Paket noch zu bekommen. Zufällig trafen wir einen Mann, der uns an ein anderes Geböude am Flughafen verwies. Schließlich bekamen wir das Paket dort, mussten keinen Zoll zahlen, aber das Teil wurde in Renates Pass eingetragen. Um halb sieben, kamen wir in Gabes an,wo die Mechaniker schon ungeduldig warteten, es war immerhin Sonntag und sie wollten natürlich nach Hause gehen. Aber sie montierten die Pumpe, hatten keine Dichtung und verwendeten Fluessigdichtung die bis fast Mitternacht trocknen musste. Wir warteten im Auto bis sie getrocknet war und es startete und es bewegte sich, so fuhren wir um Mitternacht zurück zum Campingplatz. Nun war klar, wir konnten unsere Reise mit der Gruppe fortsetzen, wir mussten nur morgen frueh noch den Unterfahrschutz montieren. Aber das sollte nicht lange dauern.  Alle waren glücklich, als wir mit Fahrzeug am Campingplatz ankamen. Die Gruppe hatte Snacks vorbereitet und einige Flaschen Rotwein.

11.Dezember 2009: Die Gruppe kommt zurück

Es war Samstag als die Gruppe gegen Mittag zurückkam. Wir waren froh, sie wieder zu sehen. Wir setzten uns zusammen bei Kaffee und besprachen die Situation. Es wurde entschieden, dass noch hier bis Montag mit uns warten werden, aber Montag abend werden sie auf alle Fälle weiterfahren. Einige hatten schon die rückflüge von Kapstadt gebucht und sie hatten Angst sie würden das sonst nicht schaffen. Kapstadt war für uns im Moment wie ein unerreichbares Ziel, mit all den Problemen, die wir hatten. Der ADAC verständigte uns, dass die Pumpe am Sonntag auf der Insel Djerba ankommen wird. Renate erklärte sich sofort bereit mich dorthin zu fahren, um das Paket abzuholen. Fauci kam auf den Campingplatz und arrangierte, dass die Pumpe in einer anderen Garage noch am Sonntag eingebaut werden sollte. Wir waren wieder entspannt, hatten einen schönen Abend bei Lagerfeuer und einigen Drinks.